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31. August 2016

Prozesstechnik der Molkereiwirtschaft auf der drinktec

Milchindustrie 4.0

Für die Produzenten von Milch, flüssigen Milchprodukten und Liquid Food ist die drinktec, Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, ein must-go geworden. Abfüll- und Verpackungstechniken von Getränken und Liquid Food liegen nah beieinander, so dass sich zahlreiche Synergien bei Ausstellern und Besuchern ergeben. Zudem spielt auf der drinktec, die vom 11. bis 15. September 2017 in München stattfindet, auch die Prozesstechnik für die Milchherstellung eine große Rolle. Damit wird sie, auch für Fachleute aus der Molkereiwirtschaft zu einem unentbehrlichen Messetermin.


Die drinktec ist mittlerweile ganz eindeutig auch die Leitmesse für die Milchindustrie. 2013 konnte die Messe ein Wachstum um sage und schreibe 58 Prozent auf über 12.000 Besucher aus dem Bereich Mich / flüssige Milchprodukte verbuchen. Rund 18 Prozent der Besucher kommen aus diesem Zweig, das ist fast jeder Fünfte. Die drinktec ist damit der Treffpunkt für diese Branche.

Höchste Priorität hat in den Molkereien die Qualitätssicherung. Aussteller auf der drinktec 2017 zeigen dazu Komplettanlagen für Milch und flüssige Milchprodukte, aber auch für flüssige Lebensmittel wie z.B. Speiseöl, Essig, Ketchup oder Sojamilch. Dazu gehören etwa die Reinigung von Milch und die Molkeklärung, die Entrahmung und Standardisierung von Milch und Molke oder das Homogenisieren, Kühlen, Erhitzen und Heißhalten. Im online-Katalog auf www.drinktec.com/ausstellerliste sind bereits jetzt über 270 Aussteller registriert, die sich speziell den Themen Milch und flüssige Milchprodukte widmen.

Nachhaltige Energieeffizienz der Prozesse
Ein großes Thema ist dabei die Energieeffizienz der Prozesse – und zwar nachhaltig betrachtet. Dies kommt insbesondere bei der thermischen Verfahrenstechnik mit Wärmetauschern und Eindampfanlagen sowie Anlagen zur thermischen Haltbarmachung und der mechanischen Trenntechnik zum Tragen. „Der Spagat zwischen den Kundenanforderungen nach individuellen und unverwechselbaren Milchprodukten sowie der kostengünstigen, nachhaltigen und sicheren Produktion wird immer schwieriger“, meint Torsten Sach, Geschäftsführer des Zentralverbands Deutscher Milchwirtschaftler e.V. (ZDM). Die Hersteller von Prozesstechnik zur Produktion bzw. Verarbeitung von Milch und flüssigen Lebensmitteln werden diese Aspekte besonders berücksichtigen und mit ihren Innovationen auf der drinktec aufgreifen. „Die drinktec ist ein Schmelztiegel der Industrie und für uns die Leitmesse, sowohl hinsichtlich ihrer Größe als auch hinsichtlich ihrer Bedeutung. Es gibt nichts Vergleichbares in irgendeinem anderen Land“, meinte Anja Oltmanns, Marketing Manager von GEA, Deutschland, bereits nach der letzten Veranstaltung. Nicht umsonst widmet sich eines der Fokusthemen auf der drinktec den Bereichen Energie, Wasser und Ressourceneffizienz. Besonders in Hinblick auf den in der Branche herrschenden extremen Preisdruck besteht die große Herausforderung darin, die Gesamtbetriebskosten mit entsprechenden Maßnahmen unter Kontrolle zu halten, sprich: die gewünschte Produktqualität ohne Einbußen bei der hygienischen Sicherheit zu möglichst niedrigen Kosten zu erreichen.

Dies ist beispielsweise auch beim Thema Abwasser in Milch verarbeitenden Betriebe möglich. Es ergeben sich immer neue Chancen der Kostenreduzierung. Etwa wenn im drinktec Blog (blog.drinktec.com) Autor Roland Sossna („Sossna´s Diary“) auf eine Flotationsanlage zur Abscheidung von Fett aus Molkereiabwasser hinweist: „Die Käserei spart mit ihrer Flotationsanlage bares Geld, und das nachhaltig.“

Food Safety und Hygienic Design
Die richtige Wahl der Prozesstechnik kann die Milchproduzenten in ihrer täglichen Arbeit deutlich entlasten. Egal ob sie ESL-Milch abfüllen, Milchgetränke mit Cerealien veredeln oder die Produkte besondere Ansprüche an Hygiene und eine schonende Behandlung stellen. Die im Milchbereich so wichtige Food Safety setzt Hygienic Design der Anlagen und Komponenten voraus – zweifelsohne ein Basisthema der drinktec-Aussteller. Auch die Prozessautomation mit Steuerung, Leittechnik und IT-Lösungen spielt hier mit hinein. Vollautomatisierte CIP-Systeme beispielsweise helfen den Anlagenbetreibern, die sich ändernden Prozessbedingungen zu verfolgen. Das stellt die CIP-Effizienz sicher, senkt die Produktverluste und die Energiekosten beim Reinigungsprozess. Voraussetzung dazu ist die geeignete Messtechnik, wie sie mannigfaltig auf der drinktec 2017 präsentiert wird.

Die vierte industrielle Revolution trifft die Milchwirtschaft
Denn auch dies berührt die Fachleute aus der Milchindustrie ebenso wie die Aussteller der drinktec 2017: Die vierte industrielle Revolution. Sie baut auf der dritten, der digitalen Revolution auf, die in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts begann. Ihr spezifisches Merkmal ist die Verschmelzung von Technologien. „Die gesamte Agro-Food-Branche wird umgekrempelt“, erklärt Professor Thilo Hühn von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Zum Beispiel, wenn die eingesetzten Maschinen selbst lernend konfiguriert sind, bei Bedarf geeignete Ersatzteile anfordern, eventuell sogar ihren Lieblings-Service-Mitarbeiter bestellen. Die wichtigste Grundlage für diese Veränderungen sind jede Menge Daten. „Big Data“ ist das Schlagwort. Möglichst in Echtzeit. In der Prozesstechnik der Milchindustrie bedeutet das: feinfühlige Sensoren und Inline-Messgeräte, die mit unterschiedlichen Messprinzipien für jede Aufgabenstellung eine maßgeschneiderte Lösung bieten – und untereinander perfekt kommunizieren. So lassen sich mit Inline-Messgeräten die Kosten für Ressourcen senken und Ausfallzeiten verkürzen.

Eine ganze Reihe von Ausstellern der drinktec 2017 wird Wege zeigen, wie die Betreiber verfahrenstechnische Anlagen, Geräte und Komponenten zukünftig noch besser koordinieren und in ihre Automatisierungssysteme integrieren können. „Technische Innovationen werden die Industrie revolutionieren“, meinte dazu der Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab in Davos Anfang dieses Jahres. Künstliche Intelligenz und umfassende Vernetzung würden die Weltwirtschaft dramatisch verändern. Für die Menschheit ändere sich alles.

Für die Milchwirtschaft ebenfalls. „Die vierte industrielle Revolution ist auch in der deutschen Milchwirtschaft Realität. Die persönlichen Mitglieder des ZDM, die in allen Führungsebenen der Produktion in deutschen Molkereien tätig sind, werden ständig und in immer kürzeren Abständen mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Um dieses Tagesgeschäft meistern zu können, ist ein Blick auf die Möglichkeiten und Erfahrungen anderen Branchen unerlässlich. Was woanders funktioniert, muss nicht neu erfunden werden. Fehler, die andere schon gemacht haben, müssen nicht wiederholt werden. Vor diesem Hintergrund ist die Messe „drinktec“ im September 2017 wieder ein Muss für „Produktioner“ und „Entscheider“ in der Milchwirtschaft, “ glaubt Torsten Sach. „Und wenn auf dieser Messe auch noch der ZDM-Verbandstag 2017 mit der Auszeichnung der jahresbesten Auszubildenden, Ausbilder, Techniker, Meister, Bachelor und Master stattfindet, gibt es keinen Grund, nicht nach München zu kommen.“ Ebenso wird, wie schon 2013, auch der europäische Milch-Verband AEDIL seine Mitgliederversammlung und eine Vorstandssitzung auf der drinktec 2017 abhalten sowie diesmal zusätzlich die internationale Konferenz „Work Based Learning“ veranstalten. Milch meets drinktec.

 
 
 
 
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Schlussbericht

Schlussbericht drinktec 2017

Über 76.000 Besucher – die drinktec 2017 bricht alle Rekorde!

Schlussbericht

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Über 76.000 Besucher – die drinktec 2017 bricht alle Rekorde!

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